Wildniswandern
in den Vogesen
- Beschreibung aus unserer Broschüre -
Die Vogesen sind ein Mittelgebirge westlich von Straßburg, das in diesem Jahrhundert vergleichsweise naturbelassen geblieben ist. Für Wildniswanderungen ist es wohl das attraktivste Gebiet in Zentraleuropa. Die Besiedelung ist dünn, besonders im mittleren Teil, durch den unsere Wanderung führt. Auch der Wandertourismus ist nicht so intensiv wie z.B. in den Alpen. Für unser Vorhaben sind die weitläufigen Wälder besonders schön, wegen denen die Vogesen auch als ‘Waldgebirge’ bezeichnet werden. Zwar bietet die vogesische Landschaft noch einiges darüberhinaus, denn immer wieder wird die Walddecke durch wuchtige Felsszenerien, durch Seen und Bachläufe, durch Almen und heidebewachsene Grate mit weiter Aussicht unterbrochen. Prägend bleibt aber der Wald, der in seinem Artenreichtum an dieser Stelle unauflistbar ist. Vorherrschend sind Buchen, Eichen, Tannen, Kiefern, Ahorne, Linden und Ulmen. Im Vergleich zu Korsika ist die Vegetation insgesamt weniger knorrig und wuchernd, sie erscheint uns vertrauter.

Eine Besonderheit des Teils der Vogesen, den wir ausgesucht haben, sind die wundersamen Gebilde aus überwiegend Buntsandstein. Über die Zeiten ist dieses relativ weiche Material zu skurrilen Fels– und Steinskulpturen verwittert. Daraus sind auch die Felsüberhänge hervorgegangen, die wir zum Übernachten nutzen können. Andere Gesteinsformen sind hingegen menschlichen Ursprungs. Diese zeugen von der ca. 5000 Jahre alten Druidenkultur und sind häufig in Gegenden zu finden, in denen schon von der natürlichen Umgebung eine eigenartige Stimmung ausgeht. Im Mittelalter wurden in die Felsen zahlreiche Burgen gebaut. An mehreren solcher Ruinen werden wir vorbeikommen.

In den Vogesen gibt es mehr verzeichnete und begehbare Wege als beispielsweise auf Korsika. Oftmals handelt es sich dabei allerdings um geschotterte Forststraßen. Wir werden uns dagegen weitestgehend auf Trampelpfaden oder quer durch den Wald bewegen. Startpunkt ist die traditionelle Weinstadt Saverne. Von dort aus hangelt sich unsere Route an einigen eindrucksvollen Plätzen entlang. Dazu gehören z.B. das verblüffende ‘steinerne Tor’, Druidensteine, ein sagenumsponnener Monolith, versunkene Burgen und ein Wasserfall in vulkanischer Schlucht. Am Ende der Wanderung erreichen wir eine Bahnstation im Bruchetal, das die geographische Grenze zu den Südvogesen bildet.
| Termin 11. Juli – 16. Juli 2010 (6 Tage) Preis 295,– € Teilnehmerzahl maximal 14 | Leistungen
Bernd Hild |
