
Kanuwandern
in Finnland
- Beschreibung aus unserer Broschüre -
Die Weite der finnischen Wildnis lässt sich am besten im Kanu erfahren. Zahllose Seen und Flüsse sind so miteinander vernetzt, dass man wochenlang auf dem Wasser umherstreifen kann. Unterwegs laden verwunschene Wälder dazu ein, am Ufer die Zelte aufzuschlagen, Feuer zu machen und in aller Ruhe zu verweilen.
Unser Favorit ist eine kaum besiedelte Wasser-, Wald- und Moorlandschaft in Nordkarelien. Als Treffpunkt dient der Bahnhof von Lieksa, der sechs Zugstunden nördlich von Helsinki liegt. Dort werden uns Freunde mit ihrem Kleinbus auflesen, um uns bis zu einem verborgenen, an einem See gelegenen Lagerplatz zu bringen. Nachdem wir am Feuer zu Abend gegessen und die erste Nacht im Zelt verbracht haben, bereiten wir unser Kanuabenteuer vor. Wir werden mit den Booten vertraut und erlernen grundlegende Fahrtechniken in Ufernähe. Schließlich wagen wir eine Ausfahrt auf den See.

Am folgenden Morgen beladen wir die Kanus, worauf wir zu unserer Tour aufbrechen. Vor uns öffnet sich eine verzweigte, von bewaldeten Hügeln gesäumte Wasserwelt, in der wir nun auf Entdeckungsfahrt gehen. Viele Inseln, Buchten, Landzungen und Flussmündungen locken uns herbei, um näher erkundet zu werden. Dabei paddeln wir etwa 4-5 Stunden täglich, was auch für Anfänger gut zu bewältigen ist. Nicht ums Streckemachen wird es gehen, sondern mehr darum, mit jedem Paddelschlag ein wenig tiefer in die Landschaft einzutauchen. Während Birken, Wollgräser und Seerosen an uns vorüberziehen, werden wir vielleicht Seeadler bei der Jagd beobachten, vorüber schwimmende Biber oder Elche, die unseretwegen von ihrer Mahlzeit aufblicken. Mit großem Glück können wir sogar Braunbären, Wölfen, Luchsen oder Vielfraßen begegnen. Diese Tiere leben mit den Finnen in friedlicher Nachbarschaft, so dass von ihnen praktisch keine Gefahr ausgeht.

Nachmittags steuern wir unsere Lagerplätze an. Teils wird es sich um wilde Strände handeln, meistens aber um ‘Lavus‘. Das sind kleine, unbewirtschaftete Rastplätze mit einer Feuerstelle, an denen wir erfahrungsgemäß unter uns bleiben werden. Hier haben wir nichts weiter zu tun, als die Seele baumeln zu lassen und das Leben im Freien zu genießen. Wer möchte, kann zum Beispiel angeln, Beeren sammeln oder sich einer Wahrnehmungsübung für jene anschließen, die sich noch tiefer mit der Natur verbinden möchten. Gelegentlich werden wir auch naturkundliche Landgänge vorschlagen. So haben wir einen Pausentag in einem Natur- und Vogelschutzgebiet vorgesehen, dessen Moore wir auf Holzstegen durchwandern können. Wie auch immer wir die bootsfreie Zeit gestalten - abends kommen wir alle wieder zusammen. Am Lagerfeuer werden wir gemeinsam kochen, essen und den Tag ausklingen lassen.

Am vorletzten Tag gibt es ein Wiedersehen mit unseren Freunden, die uns von der Auswasserstelle zu ihrer stilechten Lodge fahren. Hier können wir zum Abschluss noch die finnische Saunakultur erleben, im See baden und duschen. Am Abend gönnen wir uns ein Festmahl mit finnischen Spezialitäten, bei dem wir unsere Abenteuer gebührend feiern. Allseits genährt treten wir am nächsten Morgen die Heimreise an.
Termin Preis Teilnehmerzahl |
Leistungen
Benjamin Becker |
Auf der kommenden Kanutour wird auch Matthias Blaß, der Leiter von 'Wildniswandern', mit dabei sein. | |

Siehe auch:
Kanuwandern im 'wilden Osten'
Kajaktour in Alands Inselwelt
Flussexpedition in Alaska